Aufgrund der kurzfristigen Verschiebung des „ Rietzer Einzelzeitfahrens“ von Anfang Mai auf den 01. September kam es in diesem Jahr zu einer eher zufälligen Teilung des Teams. Während ein Teil traditionsgemäß in Rietz an den Start ging, stand der andere Teil bei der „Jedermann Tour“ im Rahmen der „Deutschland Tour“ an der Startlinie.

Teil 1 Erfurt

Den Auftakt machte die Erfurter Delegation mit der Anreise zur Jedermann Tour am Samstag mit dem GCT-Team Bus. Nach der Abholung der Startunterlagen an der Erfurter Messe, wo sich auch der Zielbereich befand, ging es danach mit dem Bus zur Streckenbesichtigung.

Entsprechend der Veranstalterbezeichnung „Thüringer Achterbahn“, erwartete uns eine wellige 64 km Runde mit Start am Erfurter Domplatz rund um die „Drei Gleichen“ am Fuße des Thüringer Waldes. Also genau das richtige Profil für unsere muskulösen Leichtgewichte Lars, Klemens und Ulf. In diesem Terrain hatten schließlich schon bekannte Radsportgrößen wie Tony Martin, John Degenkolb und Marcel Kittel die Grundlage für spätere Erfolge gelegt. Zu vermuten war dann eher, dass dieses Profil Benny, Maddel oder Nadine liegen könnte. Der abendliche Spaß kam dann bei allen auch nicht zu kurz.

Gegen 8:00 Uhr am Morgen hieß es dann Aufstellung im Startblock zu nehmen. Da sich die Wartezeit dann in der Regel noch über eine halbe Stunde hinzieht, kam dem Warmfahren eher wenig Bedeutung zu. Wichtig war es, alle Gelenke und Muskeln gut geölt zu haben, um dann gleich mal den Motor auf den ersten Kilometern von 0 auf Anschlag hochzuziehen. Bekanntermaßen fällt dies den älteren Semestern in unseren Reihen etwas schwerer, so ahnte Klemens nach kurzer Zeit, dass nach 14- tägiger unfreiwilliger Rennpause dies nicht sein Tag werden würde. Seine Freude hielt sich in Grenzen, Benny und Maddel an der Spitze des Feldes für Tempo sorgen zu sehen. Nadine konnte an diesem Tag nicht auf Unterstützung bauen und musste Ihre eigene Strategie umsetzen.  Ulf hielt erst mal gut mit, um etwa nach ca. 15 Kilometern windgeschützt vom Thüringer Wald in den EZF-Modus zu gehen. Später nahm er dann mit einer sich bildenden Gruppe weitere Fahrt auf.

Lars aufgrund kleiner Schwierigkeiten bei der Anmeldung in Startblock 3 verbannt, suchte sich gleich mal ein paar passende Hinterräder, um das Feld von hinten aufzurollen.

 So ging es für alle auf und ab. Als besonderes Schmankerl hatte der Veranstalter den Zielbereich für Jedermänner und Profis am Ende eines ca. 2 Kilometer langen Anstiegs gelegt. Somit hielten sich die Geschwindigkeiten im Gegensatz zu den Puls und Wattzahlen im niedrigen zweistelligen Bereich.

Benny und Maddel kamen in aussichtsreicher Position in den Zielbereich und nachdem Maddel an der Flamme Rouge den Turbo zündete, setzte er damit alle Mitbewerber unter Druck. Leider entwickelte sich diese aufgrund der Frühzündung zum Rohrkrepierer, sprich auf den letzten Metern flogen noch einige Fahrer  vorbei, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Benny nach einigen Ausreißversuchen im Rennen mit gefühlt gleich explodierenden Oberschenkeln sprintete auf Gesamtplatz 5 und AK Platz 2. Maddel erreicht Gesamtplatz 13 und AK Platz 6. Eine starke Leistung von beiden auch unter dem Aspekt, dass andere Teams mit zweistelligen Fahrerzahlen im Rennen vertreten waren. Ulf landete auf Platz 60 und AK Platz 6, Lars auf Platz 66 und AK Platz 13. Da Lars als einziger aufgrund einer verspäteten Anreise die Strecke nicht kannte, musste er alle Hoffnungen auf einen explosiven Schlusssprint begraben. Der Zielstrich war einfach zu weit und zu hoch gezogen worden.  Nadine kam auf Gesamtplatz 6 der Frauen und siegte in Ihrer AK. Mit dieser Leistung wäre sie auch bei den Männern unter die ersten 80 im Gesamtranking gekommen. Zu guter Letzt machte Klemens mit Platz 82 und AK Platz 14 bei über 700 Startern den Zieleinlauf komplett.

Nach der Siegerehrung und einem Rundgang auf dem Messegelände nutzen wir dann die Zeit, um uns im Fahrerlager umzusehen und den einen oder anderen Star wie Geraint Thomas, Emanuel Buchmann, Nils Politt, Vincenzo Nibali, Jasper Stuyen, Andre Greipel oder  Julian Alaphilippe  im Rennen zu beobachten. Gut gelaunt ging es dann am späten Sonntagnachmittag wieder nach Hause.

Teil 2 EZF Rietz

Wie immer in Rietz ein perfekter Ablauf, organisiert vom KSB Potsdam/Mittelmark. Wie immer ein über die gesamte Startreihenfolge verteiltes Grebser Team. Erstmals ein eher zum Saisonabschluss liegender Termin mit optimalen Witterungsbedingungen. Bei diesen Rahmenbedingungen ein neuer Streckenrekord und viele Bestzeiten und das Grebser Cycling Team mittendrin, statt nur dabei.

Zu den Fakten:

Platz 6 Gesamt, Platz 4 AK Philipp

Platz 7 Gesamt, Platz 5 AK Norman

Platz 32 Gesamt, Platz 7 AK Jens

Platz 52 Gesamt, Platz 14 AK Stefan

damit offizieller Grebser Zeitfahrmeister,

Platz 56 Gesamt, Platz 16 AK Daniel

Platz 58 Gesamt, Platz 17 AK Martin

Platz 91 Gesamt, Platz 11 AK Werner

Platz 111 Gesamt, Platz 5 AK Jeannette

Platz 117 Gesamt, Platz 38 AK Frank

Fabi musste aufgrund eines Defektes auf einen Start verzichten.

Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal für den perfekt organisierten Ablauf und beste Genesung für Kerstin.